Hallo,

schön dass du dich auf Grünesser umschaust.

Du fragst dich sicher wer das Gesicht hinter Grünesser ist und diese Information will ich dir natürlich nicht vorenthalten, denn genau das ist auch immer das erste was ich tue, wenn ich einen Blog lese: ich suche nach Informationen zum Autor.

Ich bin Linda, geboren 1984 und lebe mit meinem Mann und meinen 2 Kindern in Thüringen. Wir haben ein gemütliches Haus mit Garten, halten seit ein paar Monaten Hühner und bauen unser eigenes Obst und Gemüse an.

Meine Leidenschaften sind: Kochen, Essen, Reisen, Fotografieren und Gärtnern. Auf Grünesser möchte ich versuchen alles miteinander zu kombinieren und mit euch zu teilen.

Natürlich habe ich diesen Blog nicht grundlos gestartet. Wenn du Interesse hast, kannst du hier meine Geschichte lesen:

Wenn ich zurückblicke auf die Ernährungsgewohnheiten meiner Kindheit  denke ich an das belegte Brötchen zum Frühstück, den Braten mit Kartoffeln zum Mittag, selbst gebackenen Kuchen zum Kaffee und die belegte Stulle zum Abendbrot. Nie habe ich das hinterfragt. Alle haben so gegessen. „Ein Stückchen Obst isst du aber noch, wegen der Vitamine“, hat meine Mama immer gesagt. Sie haben sich ja schon ein bisschen Gedanken um meine Gesundheit gemacht, meine Eltern. Zu diesem Zeitpunkt standen allerdings noch ganz andere Ernährungsaspekte im Fokus. Fettarm sollte ich essen und vor allem weniger. Weniger Fleisch, dafür mehr Kartoffeln, den Belag vom Brot nicht so dick, das Brot aber schon, viel süßes Obst und gekochtes Gemüse.

Dies führte dazu, dass sich während meiner Kindheit die Tendenz zum leichten Übergewicht entwickelte und ich mich, je älter ich wurde, sehr unwohl fühlte.  Im Alter von 15, 16 Jahren waren dann Diäten ein echtes Thema für uns Jugendliche. Die einfachste war: weniger essen. Es gab Tage, an denen habe ich mich  ausschließlich von Reis ernährt. Natürlich habe ich Gewicht verloren, aber ich hatte den ganzen Tag Hunger. Zudem war ich völlig unkonzentriert und fühlte mich schlapp.

Dann kam meine Ich-esse-zwar-weiter-aber-ich-verzichte-auf-Fett-Phase. Was ich gegessen habe? Brot mit fettarmem Frischkäse, Nudeln mit Tomatenmark oder gekochte Kartoffeln. Das Ergebnis war im Übrigen das gleiche: Ich habe abgenommen, fühlte mich aber schlapp, hatte ständig Hunger und war unkonzentriert.

Seit meiner frühen Kindheit hatte ich zudem mit einer hartnäckigen Allergie auf Blütenpollen und damit zusammenhängend allergischem Asthma und Neurodermitis zu kämpfen. Ich habe die Sommer gehasst. Meine Bronchien waren verschleimt, ich musste mich ständig räuspern, meine Augen tränten und meine Haut an den Ellenbogen war völlig entzündet. Ich nahm regelmäßig mein Asthmaspray, aber das machte es nicht besser.

Nach der Geburt meines Sohnes habe ich  angefangen meine Ernährungsgewohnheiten in Frage zu stellen. Auslöser dafür war das  Buch „Weizenwampe“ von Dr. med. William Davis, auf das ich in der Stillzeit stieß, wo ich viel Zeit zum recherchieren hatte.   Mir wurde zum ersten Mal bewusst welchen Einfluss Kohlenhydrate auf meinen Körper haben konnten und was ich mein Leben lang falsch gemacht hatte. Ich beschloss die ganze Sache auszuprobieren und im ersten Schritt gänzlich auf Kohlenhydrate zu verzichten.

Ungefähr zur selben Zeit lief im NDR-Fernsehen jeden Montag Abend die Sendung mit den Ernährungsdocs ( sehr empfehlenswert ). Die Docs versuchten chronisch erkrankte Patienten nur mit Hilfe von Ernährungsumstellung zu therapieren. Dabei ging es unter anderem um Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Rheuma, Neurodermitis, Fettleber etc. . Für die Patienten wurde ein individueller Ernährungsplan aufgestellt. Eines galt aber für alle Patienten, nämlich, dass sie ihren Kohlenhydratkonsum reduzieren sollten. Die Docs hatten Erfolg mit ihrem Konzept. Alle Patienten, die sich an ihren Plan hielten hatten sichtlich weniger Beschwerden als vorher. Das bestätigte mich noch mehr und so nahm ich meinen Ehemann mit ins Boot.

Mein Ehemann ist  von Natur aus ca. 10 Kilo zu schwer. Er ist nicht dick, aber er hat ein kleines Bäuchlein und das wächst so vor sich hin. Er hat schon immer gern gegessen, er liebt die Brötchen aus unserer Dorfbäckerei und Pizza und Döner, eben alles was Männer so essen wenn keiner kocht. Es kam der Tag an dem ihn schlimme Rückenschmerzen plagten. Der Arzt checkte ihn von oben bis unten durch. Auch die Blutwerte wurden getestet. Das Ergebnis war erschreckend: mit seinen Anfang 30 hatte er zu hohe Leberwerte, eine Tendenz zur Fettleber. Oh Gott war ich schockiert. Der kleine Bandscheibenvorfall, der ja die eigentliche Diagnose war, trat für mich in den Hintergrund. Nun mussten wir wirklich handeln.

Ich überzeugte ihn von meinem neuen Ernährungskonzept und so starteten wir:

Zum Frühstück gab es Omelett mit Käse, Tomaten und Schnittlauch und ein Müsli aus Sonnenblumenkernen, Chiasamen, Leinsamen und Walnüssen mit griechischem Joghurt und gefrorenen Früchten. Zum Mittag aßen wir Gemüse Fisch und Fleisch in allen Variationen und zum Abendessen gab es Salat, aber immer mit einer eiweißhaltigen  Sattmacherkomponente ( Garnelen, Feta, Fisch, Fleisch, Kerne ) und viel gesundem Öl (Olivenöl, Rapsöl, Leinöl, Weizenkeimöl). Um etwas Abwechslung in unseren Speiseplan zu bringen testete und kreierte ich in dieser Zeit viele Rezepte. Mein Portfolio erweiterte sich ständig und mein Mann war begeistert, genauso wie ich. Wir hungerten zu keiner Zeit, schlemmten eigentlich nur und so ganz nebenbei verloren wir an Gewicht. Mein Mann verlor in 3 Monaten 13 kg und bei mir waren es um die 5 kg. Ein zweiter Besuch beim Arzt bestätigte neben dem Abnehm- auch noch den Gesundheitserfolg unseres Ernährungskonzeptes: seine Leberwerte hatten sich normalisiert.

Und bei mir? Es ist wie verhext. Seit ich meine Ernährung so radikal umgestellt habe, habe ich weder mit asthmatischen Beschwerden noch mit Neurodermitisschüben zu kämpfen. Die Pollenallergie ist natürlich nicht weg, aber ich reagiere bei weitem nicht mehr so heftig.

Ich bin wirklich so überzeugt, dass man mit Ernährungsumstellung viel erreichen kann. Vor allem ist es hilfreich einen entsprechenden Fundus an Rezepten zu haben, denn sich im Alltag und im Job low Carb zu ernähren stellt eine kleine Herausforderung dar.

Genau das ist der Grund, warum ich diesen Blog gestartet habe. Ich möchte meine Erfahrungen und Rezepte mit euch teilen und euch natürlich bei der Entscheidungsfindung helfen. Gerne könnt ihr mich bei Fragen zu Rezepten oder zur Ernährung kontaktieren. Schreibt mir einfach eine E-Mail an Kontakt@gruen-Esser.de oder nutzt meine Facebook oder Instagram-Seite.

Ich wünsche euch viel Spaß mit Grünesser und bin immer offen für Lob, Kritik und Anmerkungen.

Liebe Grüße Linda